Kosovo – Christenheit in Gefahr

Ein Film von Eddy Vicken und Yvon Bertorello

Übersetzung der französischen Texte aus dem Video

https://www.youtube.com/watch?v=WH6vanKspyc


 


Dieser französische Film aus dem Jahre 2016 zeigt eine Wirklichkeit, die Europa vergessen oder verdrängt hat oder gar nicht wissen will.

Betroffene der serbischen Minderheit im Kosovo sprechen über ihr Leben unter ständiger Angst und Bedrohung.

Ihre Lage ist das Ergebnis eines lang andauernden Konflikts zwischen christlichen Serben und mehrheitlich muslimischen Albanern im Kosovo, in den sich 1999 die NATO ohne völkerrechtliches Mandat einmischte und die Stadt Belgrad und Umgebung 78 Tage bombardierte.

Die Situation vor 1999 ist nicht Thema dieses Films. Dieser Film zeigt ganz bewusst die serbische und die christliche Sicht auf den Kosovo-Konflikt, was notwendig ist, um ein Gleichgewicht wieder zu erreichen und um zu zeigen, dass es nicht nur um Serbien, sondern um Europa geht.

Der Konflikt zwischen den Albanern und den Serben im Kosovo ist schon sehr alt, er geht vielleicht schon auf den Berliner Kongress von 1878 zurück. Die Politik des 1999 amtierenden kommunistischen Präsidenten Rest-Jugoslawiens (Serbien und Montenegro), Slobodan Milošević, ist ohne Zweifel umstritten. Sicher ist aber, dass er seine Truppen nicht gegen die Zivilbevölkerung in Marsch setze, sondern gegen die paramilitärische Guerilla der UÇK. Er wurde noch im gleichen Jahr gestürzt vor das Haager Menschenrechtstribunal gestellt, aber er wurde   nie wirklich gehört und starb 2006 fünfundsechzigjährig unter ungeklärten Umständen in der Haft.

Ziel der Bombardierung war nicht allein die militärische Schwächung Serbiens, sondern die Zerstörung von Regierungs- und Parteigebäuden, der Kommunikationszentren, Fabriken, des Flughafens, verschiedene Bahnhöfe und die Unterbrechung der Stromversorgung sowie die Vernichtung der Ölreserven.

Besonders bedrückend sind die Bilder von der Bombardierung eines Krankenhauses im Stadtteil Dedinje und der Brücke über die Sava bei Ostružnica und anderer Brücken. Die Zahl der zivilen Opfer ist unklar, es waren auf jeden Fall mehrere Hundert.

Ergebnis der NATO-Intervention: Der Kosovo erklärte 2008 einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien. Alexis-Gilles Troude, Historiker an der Sorbonne/Paris, bezeichnet den heutigen Kosovo als Schurkenstaat und Drehscheibe für Drogen- und Organhandel. (1.) 


(1.) Alexis-Gilles Troude, Balkans en Fracture, Après les Illusions le Djihad, 2017

 

Vorspann:
Am 10. Juni 1999, 78 Tage nach der Bombardierung durch die NATO, sieht sich die serbische Arme zum Rückzug aus dem Kosovo gezwungen, das sich in der Gewalt einer albanischen Separatistenbande befindet.  

2004 ist der Kosovo Schauplatz von Pogromen, die sich systematisch gegen die serbische Minderheit richten.

Seit der einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo im Jahre 2008 ist die Situation der Serben dort völlig unsicher.

Dieser Film sucht die Begegnung mit der Bevölkerung, die sich entschlossen hat, in dem Land ihrer Vorfahren auszuharren.

Nikola Marković, Geopolitikwissenschaftler:

Der Kosovo ist die spirituelle, politische und historische Schatztruhe des serbischen Volkes. In dieser Ebene findet im 14. Jahrhundert eine bedeutende Schlacht statt, die für das Volk der Serben entscheidend sein wird, denn in dieser Schlacht findet das serbische Volk gleichsam zu seiner Identität. Es durchlebt einen historischen Moment.

Arnaud Guillon, Gründer des Vereins „Solidarité Kosovo“ [2]


2) „Solidarité Kosovo“ wurde 2004 von zwei französischen Brüdern, Arnaud und Bertrand Guillon, gegründet, die sich für das Erbe der serbischen Christen im Kosovo einsetzen.

Eine Schlüsselrolle in der Geschichte Serbiens, des Kosovo, ja sogar Europas spielte das Jahr 1389 mit der Schlacht auf dem Amselfeld. Zu dieser Zeit unternimmt das Osmanische Reich ständige Versuche, christliche, europäische Herrschaftsgebiete zu erobern.

1389 steht das Osmanische Reich vor den Toren des Balkans. Hier, in der Ebene in der wir uns befinden, auf dem Amselfeld, „Kosovo Polje“, spielte sich die furchtbare Schlacht zwischen den Armeen des Sultans und der Armee des Fürsten Lazar ab. Der gesamte serbische Adel verliert, mit der Waffe in der Hand, auf dem Amselfeld sein Leben. Hier ist genau der Ort, wo die Schlacht stattfand, bei der auch Sultan Murad I. getötet wird. Von diesem Tag an wird Serbien, zumindest sein südlicher Teil, der Kosovo, in der Hand der Osmanen sein.

Alexandre del Valle, Geopolitikwissenschaftler:

Im Kosovo liegt der eigentliche Ursprung der Serben, ihr Jerusalem. Hier entsteht die serbische Nation, erwachsen aus der Schlacht auf dem Amselfeld gegen die osmanischen Türken. Hier schlägt das Herz Serbiens. Aus heutiger Sicht ist der Verlust des Kosovo für die Serben das nationale Trauma, die Niederlage gegen einen existentiellen Feind, die osmanische Türkei.

In der Folge werden die Christen, die einst die Herren waren, auf den Status von Feinden herabgestuft(3.) Das bedeutete bestenfalls Unterwerfung der Nicht-Muslime unter die neuen Herrscher, die siegreichen Osmanen, sofern man nicht wie so oft versklavt oder getötet wurde.


(3.) Im Islam haben Andersgläubige nicht die gleichen Rechte wie Muslime und müssen eine Sondersteuer zahlen.

Bischof Theodosius von Kosovo-Metochien/Kloster Gračanica:

Das Kloster Gračanica, in dem wir uns jetzt befinden, ist eines der vier Kulturdenkmäler (im Kosovo), die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert. König Stefan Milutin aus der Nemajiden-Dynastie ließ als großer Kunstfreund 40 Kirchen und Klöster errichten. Für uns orthodoxe Serben bildet Kosovo-Metochien (4.).

das Fundament unserer spirituellen, kulturellen und historischen Identität. Hier erlebte unsere Nation im Mittelalter eine Phase besonderer Stärke, bis 1389 die Türken kamen. Davon zeugen unsere heiligen Orte, unsere Klöster, unsere Pilgerstätten, die in jener Zeit entstanden sind. Unsere Könige selbst schufen die heiligen Orte und Pilgerstätten, die bis heute bestehen.


(4.) Metochien ist serbische Name für den westlichen Teil des Kosovo. Er leitet sich von dem griechischen Begriff metóchi/Kloster her.

Die serbisch-orthodoxe Kirche in Kosovo-Metochien befindet sich heute in einer sehr schwierigen Situation. 1999 haben zwei Drittel unseres Volkes das Gebiet verlassen, das über Jahrhunderte ihr Lebensraum gewesen war und wo einst die serbische Nation geboren wurde. Aus Angst um ihr Leben flohen sie in den Norden. Rund 150 Kirchen wurden zerstört, entweiht oder niedergebrannt.

Diebstähle, Missbrauch und tägliche Bedrohungen gefährden unsere Sicherheit. Es grenzt fast an ein Wunder, dass wir es geschafft haben, 17 Jahre lang hier zu überleben.

Wir überleben, weil unsere Bindung an dieses Gebiet spiritueller Art ist. Es sind gerade die orthodoxen Serben, die die christliche Kultur in sich tragen. Sie wird jedoch mit der Bevölkerung ebenfalls aus dieser Region verschwinden. Wir fragen uns, warum die Kosovo-Albaner, die die lokale Mehrheit in Kosovo-Metochien bilden, die orthodoxen Serben von hier vertreiben wollen. Dadurch sind nicht nur wir in Gefahr, sondern die gesamte christliche Kultur, denn wenn die Serben fortziehen, werden unsere Klöster, unsere Kirchen nur noch leblose Objekte sein, Denkmäler, die bestenfalls an etwas Vergangenes erinnern.

Das Anwachsen des islamischen Fundamentalismus in der Region bei gleichzeitigem Abwandern der Serben würde unweigerlich zur Zerstörung des Gleichgewichts führen, das während der vergangenen Jahrhunderte geherrscht hat. Das wäre nicht nur eine Gefahr für die Christen, sondern auch für alle anderen, selbst für die Kosovo-Albaner, die mehrheitlich Muslime sind.

Alexandre del Valle:

Die Christen des Ostens wie alle die Christen des Balkans haben Achtung verdient, denn genau diese Christen haben sich lieber durch eine furchtbare Steuerlast demütigen und erpressen zu lassen und ihren Status als Minderwertige ertragen als zu konvertieren. Der Übertritt zum Islam hätte sie hingegen befreit. Bei den konvertierten Europäern des Balkans handelt es sich zumeist um Eliten, die den Islam anfangs ohne wirkliche Überzeugung annahmen, um der den Christen auferlegten Steuer zu entgehen, dann aber mit dem Eroberer gemeinsame Sache machten. Eine Art Stockholm-Syndrom also. So kam es, dass die Serben im Kosovo schließlich eine Minderheit wurden.

1988/89 versuchten Milizen der extremistischen albanischen Unabhängigkeitsbewegung UÇK (5.) die Erinnerung an das serbische Erbe in dieser Region auszulöschen, indem sie Kirchen sprengten und in Brand setzten. Die schrecklicheZahl  zerstörter Kirchen und Klöster beläuft sich auf  150 Fälle innerhalb von 15 Jahren. Einige davon stammten aus dem 15. Jahrhundert und gehörten laut UNESCO zum Weltkulturerbe. Es ist serbisches Erbe, es ist christliches Erbe, aber es ist auch ein europäisches Erbe, das zerstört wurde. Doch die Erinnerung daran sollte getilgt werden.


(5.) Kurzform für albanisch Ushtria Çlirimtare e Kosovës, „Befreiungsarmee des Kosovo“, albanische paramilitärische Organisation, die für die Unabhängigkeit des Kosovo kämpft.

Živojin Rakočević, Leiter des Kulturzentrums von Gračanica:
Wir sind in Gračanica (6.), das liegt etwa 7 km von Priština entfernt. Hier wurde nach 1999 ein serbisches Ghetto geschaffen. Hier haben wir das „Haus der Kultur“, in dem alles bewahrt wird, was früher für die Kultur von Priština ausmachte. Es ist im Grunde die Wiederspiegelung einer toten Stadt.



(6) Mehrheitlich von Serben bewohnte Kleinstadt in der Nähe von Priština



Wie kann es sein, dass man im 21. Jahrhundert noch in einem Ghetto lebt? Man gibt uns ständig zu verstehen: „Euer Platz ist nicht hier“.

Selbst wenn wir im Ghetto leben, können wir uns weder sicher noch geschützt fühlen. Man lässt uns ständig fühlen, dass wir ein Störfaktor sind, dass wir nicht hierher gehören. Am meisten helfen uns unsere Kirchen und Klöster, ohne die wir nicht überleben könnten. Sie sind unser bester Schutz. Durch ihre Stärke und ihre Kraft sind sie unsere Rettung, sie stehen als Symbol für Menschlichkeit. Für die Serben sind sie ein unschätzbarer Teil der europäischen Kultur.  

Das Mahnmal hinter mir wurde für die Verschleppten und die Vermissten errichtet. Von ihnen weiß man nichts. Von 1998 an bis heute gelten sie als verschollen. Nur Bilder sind von ihnen geblieben. Einige waren einfache Arbeiter, andere waren Bauern, die man von ihren Feldern weggeholt hat, manche mögen wohl als Opfer für den Organhandel geendet haben, der in Albanien praktiziert wurde und hier wahrscheinlich auch. Sie leben gewissermaßen noch mit uns, wir gehen an ihnen vorbei, denn dieses Mahnmal sagt: „Wir sind nicht verschwunden“. Jemand sagt: „Sucht uns“.

Branislav Bane. 1992 habe ich ihn zu Hause besucht.

Alexander Simović, er war Schriftsteller und spielte Jazz, er schrieb über Volkskundliches. Leichenteile von ihm wurden in einem Dorf 25 km von hier gefunden.

Das hier ist Pater Chariton. Er wurde in Prizren entführt, man fand seine kopflose Leiche. Den Kopf fand man nie. Er war nur einkaufen gegangen und verschwand einfach.

Hier ein Journalist der Zeitung Politika. Auch er wurde entführt. Er war gerade am Arbeiten, als die UÇA ihn entführte. Er ist vershwunden. Wir kennen seine Entführer sogar mit Namen, aber niemand hat etwas unternommen, um sie vor Gericht zu bringen und ihn zu fragen: Wissen Sie, was passiert ist?

Die Menschen auf den Fotos wurden zu 90 % in Friedenszeiten getötet. Eine Art willkürliches Morden hatte eingesetzt, das in völliger Anarchie endete, die bis heute andauert und sich inzwischen verfestigt hat.

Nikola Mirković, Geopolitiker:

2004 ertrinken drei Albaner in einem kleinen Fluss im Kosovo, und es geht das Gerücht, Serben hätten sie dort ertränkt. Innerhalb weniger Stunden fallen rund 50.000 Albaner aus der gesamten Region über alles her, was serbisch ist. Ganze Dörfer werden niedergebrannt, die Einwohner vertrieben und es kommt zu einer Hetzjagd, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat. Der Schrecken dauert zwei Tage, es gibt Hunderte von Toten. Heute weiß man, dass es keinerlei serbische Beteiligung am Tod der drei Albaner gab. Obendrein war der deutsche Geheimdienst genau über das im Bilde, was sich im Kosovo unter der albanischen Bevölkerung abspielte, er leugnete es aber. (7.)


(7). Seit 1999 hatten deutsche Soldaten der KFOR die Verantwortung für den Schutz der Bevölkerung im südwestlichen Teil des Kosovo

Augenzeuge:

Am 2. Februar haben sie einen Bus des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR angegriffen, der unter dem Schutz der UNO-Friedenstruppe KFOR stand. Die albanischen Extremisten benutzten eine Bazooka für den Angriff. Es gab zwei Tote und zwei Schwerverletzte, Dutzende erlitten Verletzungen durch Glas- und Granatsplitter. An diesem 2. Februar war ich selbst in dem Bus, als er beschossen wurde. Ich war damals 18, und ich habe zum ersten Mal einen Angriff auf unschuldige Bürger erlebt. Es war furchtbar und wir hatten Angst. Es waren auch Kinder im Bus, das jüngste war vielleicht fünf oder sechs Monate alt. Das Bild geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Es wird für immer bleiben.

Bis 1999 habe ich mit meiner Familie in Srbica gelebt (8). 1999 mussten wir Srbica verlassen und ins Dorf Bania umsiedeln, in dem wir heute noch leben.

Es ist nicht leicht, in einem isolierten Dorf oder in einer Enklave zu leben, man hat Angst um sein Leben, um das seiner Familie und das aller die hier leben.


(8.) Stadt mit knapp 7000 Einwohnern etwa 50 km südöstlich von Priština, von den Albanern Skënderaj genannt.

Was die Zukunft des serbischen Lebens im Kosovo angeht – da hoffe und vertraue ich auf Gott, dass wir hier bleiben werden. Die Bewohner von Bania werden, da bin ich mir sicher, das Land ihrer Vorfahren, wo sich ihre Wurzeln und ihr Ursprung befinden, nicht so leicht aufgeben.

Hier im Dorf tun wir, was wir können. Es ist mühselig, aber es geht. Wir bearbeiten das Land unter großen Schwierigkeiten. In diesem Dorf hat man uns sage und schreibe fünf oder sechs Traktoren gestohlen, dazu noch mehr als 30 Kühe. Nachts, so nach 22 Uhr, schläft hier keiner mehr, bis morgens um 4 Uhr. Ich besitze weiter unten, etwa 100 m von hier, einen Stall. Seit dem 11. Mai habe ich nicht mehr zu Hause geschlafen. Ich bin die ganze Zeit dort, so ist das eben. Ein schweres Leben, ich hoffe, wir halten durch.

Dieses Dorf wurde bereits im 13. Jahrhundert erwähnt; das bedeutet, dass wir nicht erst seit kurzem oder seit wenigen Jahren hier sind. Gott allein weiß, wie lange. Mein Urgroßvater wurde hier geboren, mein Großvater, mein Vater, ich, meine Kinder, aber es ist ein schweres Leben. Niemand hilft uns. Wir haben uns mehrfach an die Polizei gewandt, es gibt dann eine Anzeige, sie stellen Fragen, man macht ein Protokoll, dies und das, aber gefunden haben sie nie etwas.

Bauer:

Man sieht auch hier, was besonders schmerzt. Du kannst nicht mehr arbeiten. Man kann nicht raus zur Arbeit auf den Feldern.

Wenn du keinen Traktor mehr hast, dann hast du nichts mehr. Dir sind die Hände gebunden und es bleibt dir nichts anderes übrig als zu gehen. Viele von unseren Jungs sollten heiraten. Wir hoffen, dass es mit Gottes Hilfe dazu kommen wird und dass wir hier eine Zukunft haben werden.

Arnaud Guillon:

Eine Enklave muss man sich wie ein Dorf zu Asterix‘ Zeiten vorstellen. Es ist von Stacheldraht umgeben und wenn man es verlässt, kommt es möglicherweise zu Scharmützeln. Es ist ein Zufluchtsort; außerhalb kann man sich nicht sicher fühlen. Manchmal gibt es sogar mitten im Dorf Anschläge oder Diebstähle. Diese Enklaven zeigen zwar Durchhaltewillen, aber man versucht, sie von allem abzuschneiden. Auf einem Stück Land bauen die Leute etwas Gemüse an, und wie im Mittelalter funktioniert der Tauschhandel, man zahlt in Naturalien.

Es ist geradezu unmöglich, als Serbe im Kosovo eine Anstellung zu finden. Serben werden diskriminiert, niemand garantiert für ihre Sicherheit, sie können sich nicht frei bewegen oder in den Städten ihre Sprache sprechen, da sie dort nicht mehr gern gesehen werden.

Pater Velja:

Bis 1998 gab es in Orahovać (9.)  rund 5000 Serben. Heute bewohnen dort nur noch etwa 250 Serben einen Bereich von 250 m Durchmesser ringsum unsere Kirche. 250 Menschen leben also dort auf so engem Raum und verbringen dort ihre ganze Zeit. 24 Stunden am Tag.


(9.) 30 km nördlich von Prizren, 16.000 Einwohner

Heute, nach all den Kriegshandlungen, lebt das Volk in Angst, in ständiger Sorge um seine Zukunft und sein Überleben. Viele Familien wurden vertrieben, Wohnhäuser und Bauernhöfe wurden zerstört, weil sie Serben gehörten. Und dennoch geben die Leute nicht auf, sie wollen durchhalten und auf ihrem Land bleiben.

Hinzu kommt noch, dass nach dem Kosovo-Konflikt die Friedenstruppen eintrafen und die Serben von Orahovać hinter 300 Metern Stacheldraht einsperrten. Sie können ihren Bereich nicht ohne weiteres verlassen, denn außerhalb besteht Gefahr für Leib und Leben. Sie können nicht einmal den Friedhof besuchen, den alten Friedhof von Orahovać aus der Zeit vor dem Krieg. Er ist gar nicht weit weg.

Die Grabsteine, auf den Kreuze zu sehen waren, haben sie zerstört. Intakt geblieben sind die mit einem kommunistischen Stern, die haben sie nicht zerstört, sie haben nur die Kreuze zerstört.

Arnaud Guillon:

Im Kosovo leben etwa 2000 Menschen, zumeist kinderreiche Familien, ausschließlich von dem, was sie nicht für den Eigenbedarf produzieren. Die Serben des Kosovo legen nicht die Hände in den Schoß und warten auf humanitäre Hilfe. Sie sind fleißig und strebsam, sie wollen es schaffen. Deshalb haben wir beschlossen, mit ihnen zu reden, Projekte für die Landwirtschaft zu entwickeln, die ihnen die Mittel verschaffen um Land zu kaufen. Durch diese Projekte schaffen wir Arbeitsplätze zur Sicherung der Existenz.

Selbst wenn die Serben im Kosovo ein Stück Land besitzen, wenn sie ein paar Tonnen Paprika, Tomaten oder Kartoffeln anbauen, können sie ihre Produkte nicht auf dem Markt verkaufen, der Zugang zu den Märkten ist ihnen untersagt. Das, was sie sie an Überschuss produzieren und nicht in anderen Enklaven eintauschen können, verfault einfach.

Das Ziel der Projekte, die wir vor nun fünf Jahren gestartet haben, ist der Anbau einer anderer Arten von Nahrungsmitteln und der Aufbau von Verbindungen zur Selbstversorgung. Deshalb haben wir drei Bauernhöfe, einen Milchbetrieb und eine Konservenfabrik gegründet, damit die Bauern einen Ort zur Verfügung haben, wo sie ihre Produkte verkaufen können.

Ljubica Duričić, Weinbauer:

Hier im Dorf Velika Hoča (10.) hat mein Vater vor 47 Jahren diesen Weinberg angelegt. Wein- und Raki(11.)-Produktion haben hier eine lange Tradition, man produzierte aber nur für den eigenen Bedarf, für seine Familie und für Freunde. Aber nach der Kosovo-Krise von 1999 war alles blockiert und wir wussten nicht mehr, was wir mit der Ernte machen sollten. Dann sind wir auf die Idee gekommen, unsere Jahrhunderte alte Tradition wieder aufleben zu lassen und professionell in die regionale Weinproduktion einzusteigen. Mir ist es wichtig, hier zu bleiben, denn dies ist unser Dorf, es ist unser Weinberg, unser Land, es ist immer noch in serbischem Besitz, es ist unser Erbe. Deshalb komme ich hierher zum Arbeiten.


(10.) Etwa 35 km nördlich von Prizren
(11.) Eine Art Trester-Schnaps


Milenko Dragičević; Pfarrer:

Ich heiße Milenko Dragičević und bin seit 30 Jahren Pfarrer von Velika Hoča. Die Kirche des heiligen Archidiakon Stephan ist die Pfarrkirche auf dem Dečani-und-Dević-Platz (12.) Die übrigen Kirchen hier ähneln eher den Bauernhöfen oder den für Velika Hoča typischen Wohnhäusern. Sie befinden sich in einem Umkreis von 500 bis 600 Metern, wo wir uns aufhalten dürfen.


(12.) Dečani (s.u.) ist ein berühmter Wallfahrtsort, das Kloster Dević aus dem späten Mittelalter wurde mehrfach verwüstet; die Nonnen wurden 2004 aus Sicherheitsgründen evakuiert.

Die Kirche des heiligen Archidiakon Stephan wurde in drei Phasen erbaut, und zwar im 14., im 15. Und im 19. Jahrhundert. Alle anderen Kirchen, Sankt Nikolaus und Sankt Jovan (Johannes) z. B., stammen aus dem 13. Und 14. Jahrhundert. Einige wurden zerstört, von fünf Kirchen sind nur noch die Fundamente zu erkennen. Die Zerstörung geschah unter der Türkenherrschaft.

Die Ikonostase in der Kirche des heiligen Archidiakon Stephan geht auf das 16. Jahrhundert zurück; dieser Typ Ikonostase ist in Kosovo-Metochien sehr selten.

Wir verdanken es dem heiligen Nikola, dass wir in Velika Hoča überleben und unser Land für die Zukunft bewahren konnten.

Unter dem Himmelsgewölbe sieht, hört und erlebt man viel. Wir wurden mehrfach vertrieben, es gab Krieg, es gab alles Mögliche. Aber was es heißt, in Gottes Frieden zu leben, das kann man hier vielleicht in der Seele spüren. Und wenn man Gottes Frieden in der Seele trägt, kann auch der Leib Frieden finden. Religion, Nationalität, Hautfarbe, Augenfarbe haben keine Bedeutung. Man muss nur menschlich bleiben und nicht unmenschlich werden. Es ist jetzt unsere Pflicht, aus dem Feind einen Freund zu machen. Das allein ermöglicht uns und unseren Nachkommen, auf Gottes Erde zu leben.  

Pater Andrej, Leiter des Priesterseminars von Prizren:

Prizren ist die ehemalige Hauptstadt des serbischen Königreiches. Bis 1999 lebten in dieser Stadt 9000 Serben. Nach dem Krieg blieben nur etwa 20, die noch im Zentrum leben.

2011 wurden wir hier wieder aktiv. Dieses Seminar wurde 1871 gegründet und es hat, von kurzen Unterbrechungen abgesehen, seine Aufgaben durchgehend wahrgenommen, auch während der beiden Weltkriege. Die erste Unterbrechung von Bedeutung für die Geschichte des Seminars fand 1999 statt. Dozenten und Schüler mussten das Seminar verlassen und nach Niš  umziehen (Zentralserbien). Während der Unruhen vom 17.März 2004 wurden die Gebäude angezündet und vollständig niedergebrannt. 2006/07 begann der Wiederaufbau der zerstörten Häuser und des Seminars von Prizren. In dieser Stadt leben etwa 20 ältere Serben. Unsere Rückkehr erhöht diese Zahl, und wenn das Schuljahr anfängt, steigt sie um 400%, mit Beginn der Ferien fällt sie wieder.

Das Seminar ist aus mehreren Gründen sehr wichtig für uns. Vor allem soll die historische Kontinuität gewahrt bleiben. Wir haben hier 55 Schüler, und ich halte sie für sehr mutig. Es ist nämlich nicht leicht, sich für ein Leben in Prizren zu entscheiden. Das zeigt aber, welche Anziehungskraft diese Stadt für uns besitzt, wie Jerusalem für Gläubige aus aller Welt. Diese Stadt ist eine Art Jerusalem des serbischen Volkes.

In Prizren selbst ist die Situation besser als in anderen Städten des Kosovo; deshalb dürfen wir uns nicht zu sehr beklagen. Wir hoffen, mit persönlichem Einsatz und durch unsere Arbeit die Beziehungen zu unseren Nachbarn zu verbessern. Es soll eine richtige serbische Gemeinde entstehen, damit die Serben weiterhin in dieser Stadt leben können wie schon vor tausend Jahren. Die serbische Kultur darf aus Prizren nicht verschwinden.

Arnaud Guillon, Mitrovica:

Das Zusammenleben von Serben und Albanern gestaltet sich besonders in den geteilten Städten schwierig. Ich denke dabei besonders an Mitrovica.(13.) Im Süden leben dort 80.000 Albaner, im Norden rund 20.000 Serben, durch eine Brücke und den Fluss Ibar voneinander getrennt. Es gibt keinerlei Kontakt, keinen Austausch. Die junge Generation ist leider noch radikaler. In den meisten Städten und Dörfern scheint es eine unsichtbare Grenze zwischen den jeweiligen Wohngebieten zu geben, eine Zone, die jeder kennt und niemand betritt. Jenseits dieser Zone können sich Serben nicht mehr sicher fühlen.


(13.) Großstadt und Verwaltungssitz im nördlichen Kosovo

Alexandre del Valle:

Nach dem Kosovokrieg gab es mehrere Pogrome. Immer wieder wurde versucht, die letzten Serben zu vertreiben. Wenn sich der albanische Nationalismus in einem Gewaltausbruch oder einem Pogrom entlädt, könnte das von heute auf morgen das Aus für die Serben in Mitrovica sein.

Pfarrer Nemad, Mitrovica

Am 1. August diesen Jahres wurde ich mit dem Segen des Bischofs Theodosius von Raska (14.) und Prizren mit dem Dienst an dieser Kirche betraut. Bis März 2004 taten die Priester hier ihren Dienst und lebten hier. Dann wurde die Kirche angezündet und brannte vollständig aus. In der Südstadt leben keine Serben, wir sind die einzigen: meine Frau und ich und unsere vier Kinder. Zwei von ihnen gehen in die serbische Schule in der Nordstadt, denn hier gibt es keine serbische Schule. In der Südstadt gibt es einen serbischen Friedhof, dessen Grabsteine 1999 zerstört wurden. Fast alle wurden zerstört. Jetzt kommen die Serben nur noch hierher, um für ihre Verstorbenen zu beten. Sie wollen die Grabsteine ihrer Vorfahren besuchen. Für Serben, die hier leben möchten, stehen die Dinge zurzeit nicht gut. Sie fühlen sich allein nicht sicher, ohne Polizeipräsenz oder ohne die KFOR-Friedenstruppen.(15.)


(14.) Stadt in Zentralserbien
(15.) KFOR=Kosovo-Force, eine von der NATO geleitete Sicherheitstruppe der UNO, die 1999 mit 35.000 Soldaten die Entmiltarisierung des Kosovo überwachen sollte. Sie wurde inzwischen auf 3.500 Soldaten reduziert.

Alexandre del Valle:

Es gab Ansätze von Pogromen, die, wie Sie wissen, nur durch italienische, französische und internationale Streitkräfte verhindert wurden, und wenn es nicht wenigstens dieses geringfügige Eingreifen von internationaler Seite gegeben hätte, dann wären wohl alle serbischen Christen des Kosovo liquidiert oder mit Gewalt vertrieben. Sie gelten nämlich als religiöse (16.), ethnische und nationale Feinde. Sie sind ein wandelnder Vorwurf für einen weitgehend homogen gewordenen Nationalismus, der davon träumt, die Serben loszuwerden.


(16.)Der traditionelle Islam teilt die Welt in das „Haus des Islam“ und das „Haus des Krieges“ ein. Zum Haus des Krieges gehören alle, die sich der Scharia nicht unterordnen. Näheres siehe hier: https://www.learnreligions.com/dar-al-harb-vs-dar-al-islam-250224

Pater Hilarion,Hegumen (Vorsteher) des Klosters Draganac:

Das Kloster Draganac stammt aus dem 14. Jahrhundert, 1381 wird es erstmalig urkundlich erwähnt. Der Legende nach hat ihm Fürst Lazar diesen Namen zu Ehren seiner Tochter Dragana gegeben. Für die Gläubigen der Umgebung hat das Kloster große Bedeutung; es ist das einzige, das seit dem Krieg noch in Betrieb ist. Viele Menschen suchen Heilung in diesem Kloster, sind es nicht nur Christen, die hier Beistand, Trost und Heilung suchen, sondern sogar Muslime. Wir bemühen uns weiterhin um den Erhalt seiner Tradition als geweihter Ort, der allen offen steht, die guten Willens sind. Wir glauben, dass es unsere Aufgabe ist, vom Evangelium Zeugnis zu geben, und wir tun dies, indem wir allen Liebe und Respekt entgegenbringen.

Rund 250.000 Serben wurden aus Kosovo-Metochien vertrieben, 150 Kirchen und Klöster von unschätzbarem Wert zerstört oder beschädigt. Die Gefahr besteht immer noch. Wir haben zwei unserer Mitbrüder verloren, Pater Chariton, den man enthauptet hat, und Pater Stephan, der wohl getötet wurde, dessen Leiche aber nie gefunden wurde.

Wir sind entschlossen zu bleiben, denn wir glauben, dass in Kosovo-Metochien unsere Wiege liegt, unser Jerusalem. Es ist die Quelle unserer Spiritualität, unserer Identität, deshalb sind wir entschlossen zu bleiben.

Unsere Botschaft geht an alle Serben, dass sie zurückkehren sollen, dass sie hierher kommen sollen. Wir haben auch eine Botschaft für unsere albanischen Nachbarn. Wir sagen ihnen, dass wir mit den Gutwilligen in Frieden leben wollen. Wir respektieren sie in ihrem Anderssein.

Arnaud Guillon:

Das erste aller humanitären Projekte, die der Verein „Solidarité Kosovo“ seit 2004 durchgeführt hat, ist der „Weihnachtskonvoi“. Seitdem organisieren wir ihn jedes Jahr. Dutzende Freiwilliger kommen aus Frankreich, um den Christen in den Enklaven Wärme und Trost zu bringen. Das Ergebnis von 12 Jahren humanitärer Hilfe für die serbischen Christen des Kosovo waren 40 Konvois und 30 Projekte, die vor Ort in Zusammenarbeit mit der serbischen Kirche realisiert wurden. Mehrere Schulen wurden renoviert, die Selbstversorgung wurde organisiert, Mittellose und Familien bekamen Unterstützung.

Das Skandalöse an der Situation im Kosovo besteht darin, dass sie unbekannt ist und sogar ignoriert wird, weil sie gewissermaßen eine Schande für Europa darstellt.

Der Weihnachtskonvoi ist wichtig, weil wir den Leuten neue dringend benötigte Materialien bringen. Er hat auch große symbolische Bedeutung, weil er der isoliert lebenden Bevölkerung Hoffnung und Vertrauen wiedergibt. Sie sehen, dass wir Franzosen 2000 km im Schnee zurücklegen, um in ihr abgeschnittenes Dorf zu gelangen und materielle sowie moralische Unterstützung zu geben.

Ich habe immer noch eine Großmutter vor Augen, die uns 2005 oder 2006, jedenfalls ganz am Anfang, sagte, kommt wieder, kommt bitte wieder, auch wenn ihr gar nichts mitbringt, denn schon allein eure Gegenwart zählt. Wir sind hier isoliert. Und sagt den anderen in Frankreich, dass wir keine Bestien, keine Monster sind, zeigt ihnen, wie wir wirklich leben.

Und das versuchen wir seit zwölf Jahren zu tun.   

Alexandre del Valle:

Es verstößt gegen internationales Recht, im Namen der Menschenrechte oder im Namen der UNO einen Krieg in dieser Region zu rechtfertigen. Der Kosovo ist integraler Bestand des serbischen Staates, und Serbien hatte niemanden angegriffen, weder Frankreich noch die Vereinigten Staaten. Dieser Krieg war vollständig illegal. (17.)


(17.) Der Krieg wurde ausdrücklich durch den damaligen Außenminister Joschka Fischer/Grüne befürwortet. Der verantwortliche amerikanische Präsident war Bill Clinton von den Demokraten

Pater Sava, Hegumen des Klosters Visoki Dečani

Das Kloster stammt aus dem 14. Jahrhundert. Erbauer war König Stephan Uroš III., der wie ein Heiliger verehrt wird.

Es ist eine der berühmtesten und am besten erhaltenen orthodoxen Kirchen auf dem Balkan, in der noch eine außergewöhnlich hohe Zahl an Fresken zu sehen sind. Brauchtum und monastisches Leben bestehen ohne Unterbrechung seit dem 14. Jahrhundert: Das Kloster hat also fast 700 Jahre lang die unruhigen Zeiten der osmanischen Herrschaft und des 20. Jahrhunderts überstanden. Wir bilden heute eine Gemeinschaft von 23 Mönchen, und viele Pilger kommen zum Gebet hierher, denn das Kloster ist ein bedeutender Pilgerort für unsere Kirche.

Seit dem bewaffneten Kosovo-Konflikt von 1999 ist unsere Sicherheit ständig in gefährdet. Das Kloster wurde vier Mal von kosovo-albanischen Extremisten angegriffen. Im Januar 2016 kam es zu einem Zwischenfall vor dem Klosterbereich: Polizei und KFOR verhafteten vier radikale Islamisten. Sie waren bewaffnet.

Wir leben daher in ständiger Isolation. Wir können nicht einfach zum Einkaufen in die nächste Stadt fahren, denn die lokale albanische Verwaltung spricht uns die Eigentumsrechte ab. Aber nicht nur für uns ist die Menschenrechtslage in Kosovo-Metochien besorgniserregend, sondern für die gesamte serbische Bevölkerung.

Arnaud Guillon:

Man muss die Christen im Kosovo dazu ermutigen zu leben, nicht nur zu überleben, sondern zu leben.  Dazu braucht es das Miteinander.

Pater Hilarion:

Unser Verbleiben als Christen ist wichtig für Ausgleich und Gleichgewicht in dieser Region wichtig.

Pater Sava:

Rein äußerlich betrachtet ist unsere Lage hoffnungslos. Aber im Glauben und im Vertrauen auf Gott bleiben wir hier. Wir verbleiben in der Hoffnung. Aber wir sind offen und nehmen alles an, was Gott uns zugedacht hat, denn als Christen erwarten wir das himmlische Reich und das ewige Leben.




Die Bilder sind Screenshots aus dem Video, mit folgenden Ausnahmen:

Karte der Republiken des ehemaligen Jugoslawien: Klaus Liebe, 6 x Jugoslawien und 1 x Albanien, München 1967 (bearbeitet)

Kloster Draganc: Jugoslawien, Republiken und Provinzen, Belgrag 1979

Kloster Dečani: J.A. Cuddon, Jugoslawien, Prestel 1967

Kloster Gračanica: La Yougoslavie, Larousse 1975

 

Weitere Informationen:

Alexis-Gilles Troude, Balkans, La Fracture, Sion/Suisse 2017

Edgar Hösch, Geschichte des Balkans, München (Beck) 2004

A Moment in Civilization, Video 2017
https://www.youtube.com/watch?v=6STy_mLH6-s